Im Sommer 2024 plant der Künstler Peter Fox mehrere Konzerte an Berliner Brennpunkten. Eintritt frei. Für alle.
Mit kompletter Band, Tänzerinnen und Tänzern, Licht und Soundsystem an Orten, die oftmals im Fokus gesellschaftlicher Debatten stehen und teilweise bundesweite Bekanntheit erlangt haben.
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Kieze sollen die Partys nicht nur besuchen, sondern auch mitgestalten.
Die Dokumentation "BLOCK PARTY - Peter Fox feiert mit Berlin" von Regisseur David Seeberg begleitet dieses Unterfangen und vereint mitreißende Konzertaufnahmen mit authentischen musikalischen Großstadtgeschichten.
Im Mittelpunkt des Films steht Peter Fox' Suche nach musikalischer Verstärkung aus den Kiezen für das Vorprogramm seiner Shows. Dabei trifft er auf Kevin, Erzieher aus Neukölln, der den Traum der eigenen Rap-Karriere schon fast aufgegeben hatte.
Auf Cerin, eine Schülerin aus Gropiusstadt, die für den Auftritt ihren ersten eigenen Song schreibt. Und auf Nik, einen jungen Mann aus Marzahn, der seine schwierige Jugend durch die Musik verarbeitet.
Doch während die drei sich auf ihren großen Auftritt vorbereiten, gerät das Projekt ins Wanken. Aufgrund von Problemen mit den Berliner Behörden wird immer unklarer, ob die Konzerte überhaupt stattfinden können.
"BLOCK PARTY" ist ein filmisches Porträt über Träume, Musik und die Energie Berlins. Zum einen erlebt das Publikum eine einzigartige Konzertreihe an eindrucksvollen Orten, zum anderen erzählt der Film die emotionale Geschichte dreier Protagonistinnen und Protagonisten und deren individueller Leidenschaft für Musik.
Ihre Erlebnisse spiegeln Perspektivlosigkeit und Frustration wider, aber auch Solidarität, Lebensfreude und Zuversicht.
Der Görlitzer Park in Kreuzberg
Der berühmt-berüchtigte Görlitzer Park, kurz Görli, liegt im Herzen Kreuzbergs.
Außerhalb Berlins ist er als Hotspot für Drogenkriminalität bekannt, immer wieder ist der Park in den Schlagzeilen.
Doch für viele Berlinerinnen und Berliner ist der Görli auch ein Ort, der Freiheit und Diversität repräsentiert.
Das Pallasseum in Schöneberg
Der "Sozialpalast" Pallasseum in Schöneberg ist eine der bekanntesten Sozialbau-Siedlungen Deutschlands.
In den 70er Jahren als Musterbeispiel für modernen Wohnraum gestartet, entwickelte sich hier ein sozialer Brennpunkt. Später wurde über den vollständigen Abriss des Gebäudes diskutiert, doch mittlerweile hat sich die Lage geändert. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, in über 500 Wohnungen leben mehr als 1000 Menschen unterschiedlicher Herkunft in größtenteils harmonischer Nachbarschaft.
Das Columbiabad in Neukölln
Es gilt als das bekannteste Freibad Berlins, das Columbiabad im Norden Neuköllns. Die Berliner Presse berichtete hier regelmäßig über Auseinandersetzungen und Massenschlägereien.
Doch verschärfte Sicherheitsmaßnahmen haben dazu geführt, dass das Columbiabad mittlerweile wieder zu einem friedlichen Mikrokosmos des multikulturellen Berlins geworden ist.
Peter Fox: "Konzerte, die keinen Eintritt kosten und außerhalb der gewohnten Konzertlocations stattfinden, haben immer eine ganz besondere Energie. Weil sich ein sehr gemischtes Publikum zusammenfindet und sehr intensiv und positiv feiert.
Diese Energie wollte ich mal wieder erleben. Ich hatte die Hoffnung, dass sich Leute begegnen und zusammen Party machen, die sonst in Berlin vielleicht eher aneinander vorbeileben."
Peter Fox weiter: "Zum Beispiel die Lehrerin aus Charlottenburg, der Handyladenbetreiber aus Neukölln, die Kids vom Prenzlberg und die Kids von der Sonnenallee."
Die Dokumentation "BLOCK PARTY - Peter Fox feiert mit Berlin" am Dienstag, 01.04. ab 23.00 Uhr im Ersten und seit 25.03. in der ARD Mediathek