Das Erste: Mo 24.04.17

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Geschichte im Ersten 16:9/HD/UT
Stammheim - Die RAF vor Gericht

Der Stammheimer Prozess gegen die Führung der RAF sollte den Terrorismus juristisch beenden, doch er spaltete die Gesellschaft und trug dazu bei, dass die Gewalt im "Deutschen Herbst" eskalierte.

1974 scheint der Terrorismus in der Bundesrepublik schon fast besiegt: Der harte Kern der Rote Armee Fraktion ist verhaftet, die Studentenproteste flauen ab. Doch dann werden die Jahre 1974-77 zu den blutigsten in der Geschichte des linken Terrors in der Bundesrepublik.


Die Verurteilung der RAF-Mitglieder Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in einem ordentlichen Prozess werde dem Spuk ein Ende bereiten - glauben viele damals. Der Stammheimer Prozess gegen die Führung der RAF ist ein Schlüssel­ereignis für die Geschichte und für das Verständnis des "Deutschen Herbstes", der sich 2017 zum 40.Male jährt. Doch warum konnten die Ereignisse und der Prozess derartig eskalieren? Wer trägt Schuld daran?